Achtsamkeit in der Vorweihnachtszeit

Der Advent sollte ja eine besinnliche Zeit, zum Innehalten und Kraft schöpfen sein. Tatsächlich ist diese Zeit oft die hektischste im Jahr und am Heiligen Abend gibt es oft heftige familiäre Auseinandersetzungen, wo doch ein friedliches Miteinander geplant war.

Wie dem Stress entfliehen und achtsam mit sich selbst und den anderen umgehen?
Eine Möglichkeit, um dem stressigen besorgen von Geschenken zu entfliehen wäre, Geschenke während des Jahres kaufen und nicht im letzten Augenblick. Oder das gegenseitige Schenken einfach bleiben zu lassen, wenn es zuviel Stress verursacht. Stattdessen könnte vielleicht ein gemeinsamer Ausflug, ein Wellness-Wochenende, ein Schwimmbadbesuch, ein Spaziergang, ein Kaffeehausbesuch oder ein nettes Abendessen zu einem späteren Zeitpunkt, wenn der ganze Weihnachtstrubel vorbei ist, geplant werden.

Wichtig ist, dass Sie sich Zeit für sich nehmen und kleine Erholungsinseln in Ihrem Alltag einbauen. Was nützt es den Angehörigen, wenn Sie sich auspowern und dann zu den Feiertagen krank im Bett liegen. Gönnen Sie sich Ruhephasen mit einem kleinen Spaziergang, einer Tasse Tee, einem warmen Bad, einem guten Buch, einer angenehmen Massage, einer Shiatsu-Behandlung, einer angenehmen Musik oder einem Beratungsgespräch, wo Sie sich auf sich selbst besinnen und lernen können, was Ihnen gut tut. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf, im finden Ihres eigenen Wohlfühl-Programms.

Essen Sie auch viel Obst und Gemüse zur Stärkung Ihres Immunsystems, genießen Sie die Weihnachtsbäckerei, probieren Sie Entspannungsübungen aus und versuchen Sie kleine Bewegungseinheiten in Ihrem Alltag einzubauen.

Machen Sie sich einen persönlichen Adventkalender und schreiben Sie für jeden Tag etwas hinein, das Sie tun können, damit Sie sich wohl fühlen.

Schrauben Sie Ihre Erwartungen an ein perfektes, harmonisches Weihnachten herunter. Überlegen Sie auch, welche Aufgaben der Vorbereitung für das Weihnachtsfest, Sie delegieren können. Kinder helfen gerne bei der Dekoration eines Festtagstisches, lassen Sie die Kinder mit gestalten. Die Hektik der Eltern überträgt sich auf die Kinder. Üben Sie sich in Gelassenheit.

Wichtig ist, einen Freiraum zum Entspannen zu haben und sich dem Sog des Perfektionismus zu entziehen. Überlegen Sie, was Sie an den bisherigen Traditionen beibehalten wollen und was Sie eventuell weglassen können, weil es Stress und Hektik verursacht. Solange die Vorbereitungen für das Weihnachtsfest Freude bereiten, geben Sie Kraft und Energie. Die Vorfreude ist ja bekannterweise die schönste Freude. Wenn Sie allerdings merken, dass Ihnen alles zuviel wird, dann schrauben Sie Ihre Ansprüche herunter.

Vielleicht ist es vom Budget her möglich zu Weihnachten Essen zu gehen oder ein Catering zu bestellen. Sie können auch überlegen, wie Sie die Aufgaben gut verteilen können, sodass jeder etwas zum Essen beisteuert und nicht die ganze Last auf Ihnen liegt.

Nehmen Sie sich auch nicht zu viele Verwandtenbesuche vor, verschieben Sie eventuell einige Besuche auf die Zeit nach Weihnachten. Planen Sie neben dem ganzen Trubel auch Zeit für Ihre Kinder ein. Den Kindern ist es wichtiger, Zeit mit Ihnen zu verbringen, als ein "perfektes Fest", wo alle gestresst und genervt sind.

Achten Sie gut auf Ihren Energiehaushalt und versuchen Sie die Vorbereitungen fürs Fest mit Gelassenheit und Leichtigkeit zu machen. Wenn Sie merken, dass Ihnen alles zuviel wird und Ihre Energie deutlich nachlässt, holen Sie sich professionelle Hilfe, um einem Burnout vorzubeugen.

Tamara Gunacker