Burnout vermeiden

Burnout heißt übersetzt „Ausbrennen“, aber „Ausbrennen“ kann nur jemand, der vorher „gebrannt hat“, also sich für etwas sehr engagiert und eingesetzt hat, sei es für den Job, für die Familie oder für ein Ehrenamt. Durch das pausenlose Arbeiten und für andere da sein, werden eigene Bedürfnisse nach Erholung und Ruhe vernachlässigt. Oft gibt es Belastungen auf mehreren Ebenen, beruflich, persönlich und privat. Beruflich können es Termindruck, erhöhte Leistungsanforderungen oder auch Mobbing sein. Persönlich kommt es darauf an, wie mit Stress umgegangen wird und ob es einen Ausgleich im Leben gibt. Im Privatbereich können Beziehungskrisen und/oder Überforderung aus Betreuungspflichten von Kindern und/oder Pflegebedürftigen zur Überlastung führen.

Burnout ist keine ausschließliche ManagerInnenkrankheit oder findet sich nur im Gesundheits- und Sozialbereich auch Mütter und Väter in Karenz können ein Burnout bekommen. Ebenso kann die Doppelbelastung aus Beruf und Familienarbeit zu einem Burnout führen, wenn nicht der Belastung entgegengewirkt wird.

Ein großer Teil vom Stress, den wir erleben ist „hausgemacht“, weil wir nicht „Nein-Sagen“ können, zum Perfektionismus neigen oder konfliktscheu sind und deshalb gewisse Themen nicht ansprechen. Wichtig ist im Alltag: Pausen einzulegen, Entspannungsübungen einzubauen, sich regelmäßig zu bewegen, ausgewogene Ernährung zu genießen, auf das Rauchen zu verzichten sowie wenig bis gar keinen Alkohol zu trinken.

Burnout entsteht oft langsam und schleichend. Deshalb wird es auch nicht gleich bemerkt. Wichtig ist, Burnout-Warnzeichen bei sich selbst zu erkennen. Diese können emotionale und körperliche Erschöpfung sein, vermehrte Gereiztheit, zunehmende Unzufriedenheit, das Gefühl zu haben, sich in einem Hamsterrad zu befinden sowie wenn Sie sich von sozialen Kontakten zurückziehen und diese als Belastung empfinden. Wenn sich Konzentrationsschwäche, Herzrasen, Kopfschmerzen, Blutdruckprobleme, Essstörungen, Tinnitus, häufige Infekte, verminderte sexuelle Lust oder Magen-Darmerkrankungen einstellen, sollten die Alarmglocken läuten. Hier sollte auf jeden Fall ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Wichtig, um aus dem Burnout wieder herauszukommen bzw. es gar nicht soweit kommen zu lassen, ist die Entwicklung einer anderen Haltung. Einer Haltung für Achtsamkeit und dem Spüren der eigenen Bedürfnisse, um sich nicht permanent zu überfordern.

Zu Beginn eines Burnouts, kann die Familie oder der Freundeskreis Unterstützung geben und Sie können eine Lebensstiländerung vornehmen. Wenn Sie es alleine nicht mehr schaffen, dann ist professionelle Hilfe angezeigt, wie z.B. Coaching, Supervision, Lebens- und Sozialberatung. Hier können Sie lernen in Ihrem Leben mehr Gelassenheit zu entwickeln und neue Handlungsalternativen auszuprobieren.

Folgende Punkte können Thema einer Beratung sein:

  • Erstellen eines Zeitplans
  • Entwickeln realistischer Ziele
  • Einplanen von Erholungsphasen
  • Sich Hilfe holen
  • Entspannungstraining
  • Entdecken von Ressourcen
  • Mit sich selbst achtsam umgehen lernen
  • Sich abgrenzen und „Nein-Sagen“ können
  • Soziale Kontakte wieder genießen lernen

Wenn nichts gegen das Burnout unternommen wurde und es fortgeschritten ist, dann ist Psychotherapie, Klinische Psychologie und schließlich ein stationärer Aufenthalt unumgänglich.


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Tamara Gunacker